19. Jahrhundert

Geschichte Freiburgs

Der Zinnsoldat

Von Jens Schüssler

Mit Zinnfiguren ausgestaltete Modelle in der Zinnfigurenklause veranschaulichen Szenen zur Geschichte Freiburgs mit vielen liebevollen Details. Zinnfiguren waren im deutschen Kaiserreich ein beliebtes Kinderspielzeug für Jungen, mit denen sie Schlachten nachspielen konnten. Mit ihnen hielt auch der Militarismus im Kinderzimmer Einzug. 

 

Schröpfköpfe

Von Johannes Hartmann

Das blutige Schröpfen war eine seit der Antike übliche medizinische Praxis, bei der man die menschliche Haut aufschnitt und erhitzte glockenförmige Gläser aufsetzte, die durch den Unterdruck Blut aussaugten. Die antike Säftelehre gilt in der Schulmedizin heute als überholt, während sie in der traditionellen chinesichen Medizin und bei Heilpraktikern weiter verwendet wird. 

 

Die Impfnadel

Von Tilo Müller

In diesem Feature geht es um die Impfnadeln von Alexander Ecker, einem Arzt der bereits im Jahre 1801 erste Impfversuche erfolgreich in Freiburg unternahm. 

Dabei wird auf die Geschichte der aller ersten Impfung in England Bezug genommen. Freiburg galt dabei eigentlich als sicherer Ort vor Epidemien, jedoch gab es auch 

Zeiten in denen doch auch Freiburg davon betroffen war. Weiter spiegelt das Feature die Meinung der damaligen Bevölkerung zum Thema Impfnadeln sowie deren Verwendung. 

 


Die Prunkschläger

Von Christoph Reinhold

Bunte Mützen und Bänder, Biertrinken und das Fechten sind nur wenige Vokabeln, die einem in den Sinn kommen, wenn man das Wort "Studentenverbindung " hört. Auch in Freiburg sind einige Verbindungen ansässig, seien es Corps, Burschenschaften oder Sängerschaft. Doch was ist der Unterschied zwischen den Verbindungen? Warum machen junge Studenten heutzutage immer noch in Verbindungen mit? Was ist dieses studentische Fechten eigentlich genau? Und was hat das Freiburg mit alldem zu tun? Kommen Sie mit auf eine kleine Reise in die Welt der Studentenverbindungen...

 

Die Dampfmaschine

Von Phillip Pulvermüller

Anhand eines fiktiven Szenarios wird das Thema Dampfmaschine mit überregionalen und regionalen Bezügen erklärt. Angesiedelt ist das Szenario in einem Tonstudio, einer der Mitarbeiter (Pete) bringt seine kleine Spielzeugdampfmaschine im Studio vorbei; er hat sie auf dem Dachboden gefunden, möchte sie nun ausprobieren und dann seinem Sohn zum Geburtstag schenken. Ein anderer Mitarbeiter (Harry) stößt hinzu. Daraufhin entwickelt sich ein Frage-Antwort-Gespräch zwischen Harry und Pete, das „Gespräch unter Volldampf“. Am Ende stellt sich heraus, dass sie die ganze Zeit über On-Air waren, ohne dies bemerkt zu haben. Der fiktive Dialog ist also ein unfreiwilliger Radiobeitrag.

 

Die Sense von 1848/49

Von Sabine Becker

Die demokratischen Freiheitskämpfer der Revolution 1848/49 bewaffneten sich im Frühjahr 1849, um die von der Frankfurt Nationalversammlung beschlossene Reichsverfassung zu verteidigen. Gegen das württembergische Militär, das die Revolution in Freiburg niederschlagen sollte, bewaffneten sich die in Freiburg versammelten Freiheitskämpfer auch mit umgeschmiedeten Sensen. Eine dieser Sensen wird heute im Museum für Stadtgeschichte ausgestellt.


Der Arbeitshandschuh

Von Thorsten Volk

Das fiktive, besorgte Gespräch zweier Fabrikarbeiter im 19. Jahrhundert soll dem Zuhörer als Einleitung dienen. Anhand der Symbolik des Industriehandschuhes wird die geschichtliche Entwicklung von Arbeitsrecht und Arbeitssicherheit, ausgehend von Freiburg vor 200 Jahren bis in die bundesweite Gegenwart nacherzählt. So entstanden als Folge nicht nur die Arbeiterklasse als neue gesellschaftliche Schicht sondern vor allem umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen für Arbeiter. Die heutige Selbstverständlichkeit dieser gesetzlichen Rechte war vor 200 Jahren noch völlig unbekannt.

 


Objektgeschichte

Das Paisleymuster

Von Paula Hammer

Wenige Muster sind heute so verbreitet und beliebt wie das Paisley-Muster, benannt nach der schottischen Stadt Paisley. Dabei stammte es aus Persien und seine Geschichte ist eng mit der britischen Kolonialherrschaft über Indien verknüpft. Die schottische Textilindustrie eignete sich das Muster an, nachdem man die indischen Textilien vom europäischen Markt verdrängt hatte.

 

Elfenbein – das weiße Gold

Von René Hargarten

Eine kostbare Schnitzerei aus Elfenbein brachte 1933 der jüdische Fabrikant Baron von Hirsch auf seiner Flucht mit in die Schweiz. Sie war im 16. Jahrhundert an der Elfenbeinküste hergestellt worden, der genaue Verwendungszweck ist heute unklar. aber auch in Indien, China und Japan waren Elfenbeinschnitzereien sehr begehrt und die kostbare Stoßzähnen wurden von den Portugiesen gehandelt. Die Nachfrage ist ungebrochen, so dass die Elefanten deshalb heute stark bedroht. 

 

Die Transformation des Zylinderhutes

Von Mara Armbruster

Zylinderhüte wurden im frühen 19. Jahrhundert zum Zeichen deutscher Bürgerlichkeit und unverzichtbares Attribut eines englischen Gentlemen. Form und Material wandelten sich, seine militärische Variante war der Tschako. Auch afrikanische Staatschefs wie Paul Kruger oder der Gründervater des heutigen Lesotho Moshoeshoe ließen sich mit Zylinger ablichten, letzterer betonte so seinen Anspruch als gleichwertiger Verhandlungspartner der Briten zu gelten.